Montag, 29. Dezember 2008

Mein erstes Weihnachten...

Auch wenn ich erst nicht wirklich in Weihnachtsstimmung war - trotz der Weihnachtsmusik ÜBERALL, der netten Dekoration und auch einem Weihnachtsbaum in unserem Wohnzimmer, war es ein tolles Weihnachtsfest! Am 24. sind Athaliah und ich mit einer befreundeten Mutter und ihren zwei kleinen Kindern in eine Messe gegangen und haben dann den Abend zusammen verbracht. Das war sehr familiär und ich habe es sehr genossen. 

Am 25., dem eigentlichen (und einzigen) Weihnachtsfeiertag in den USA, sind Athaliah und ich dann zu fünf verschiedenen parties gefahren. Wir haben von jedem Baum ein Foto gemacht (die Bilder spare ich mir jetzt... ;) ). Unglaublich wie auf jeder Radiostation andauernd Weihnachtslieder laufen. Aber auch sehr cool. Am Ende des Tages waren wir dann beide platt. Wir haben Familienmitglieder von Athaliah und Leute aus der Gemeinde besucht. Es war einfach wirklich nett. Es gab übrigens in zwei Häusern eine Geburtstagstorte für Jesus. Das will ich nächstes Jahr auch! Ist ja schließlich sein Geburtstag; der aufmerksame Leser wird sich jetzt fragen, ob es auch Sekt gab. Auf diese Frage gibt es immer zu 99.9% eine eindeutige Antwort, so auch hier: sicher dat! Alles in allem, schöne Tage!

Das Wetter hier ist wirklich sehr lustig (es sei mal dahin gestellt, dass Wetter nicht lustig sein kann...). War es letzte Woche ständig unter null Grad, eher zu -10°C, ist es diese Woche frühlingshaft warm. So fühlt es sich zumindest mit 3° plus an ;)

Gleich hole ich Lukas vom Flughafen ab. Er studiert in Mississippi kommt über Silvester nach Chicago. Juhu!

Ich finde es unglaublich, dass das Jahr 2008 fast vorbei ist. Jedes Mal am Ende eines Jahres wird mir bewusst WIE schnell (bzw. auch wieviel schneller...) die Zeit vergeht und auch wie wenig ich wirklich kontrollieren kann. Manchmal glaubt man ja, dass man alles in den Händen hat. Aber dann gibt es die Momente, zB in einer klaren Nacht, wenn ich die unzähligen Sterne sehe oder am Jahres-Ende eben, die mir zeigen, dass ich oftmals mehr in der Position des Zuschauers bin als des Handelnden. Diese Momente machen mir bewusst, dass Gott der Souverän ist. Ist das nicht gut zu wissen? Ein Gott der Liebe hält alles in seiner Hand. Dieses Jahr 2008 hat mir einmal mehr gezeigt, dass Jesus alles in Seiner Hand hält! YEAH!

Ich wünsche jedem einen tollen Start in 2009. May Jesus rock you world!

Dienstag, 23. Dezember 2008

Bilder, und großer Spaß

 

Wie versprochen ein paar Fotos aus Rhode Island. Dort habe ich meine Freundin Lindsey besucht. Es war ein großer Segen für mich mit ihr und ihrer Familie Zeit zu verbringen.  Es war einfach SO nett. Als  ich erfahren habe, dass mein Flug ausgefallen ist und ich einen Tag länger bei ihnen bleiben musste, haben wir uns alle so gefreut :)

Einen Tag waren wir ja in Boston. Eine ältesten Städte der USA, in der in 1630 die ersten Pilger von England in großer Anzahl gelandet sind. Hier ist einer der ältesten Markthallen der USA. 

Wie ich gesagt habe, wohnt Lindsey auf einer Insel. Dort gibt es drei Orte, die eigentlich über die ganze Insel verteilt sind. Da kann es schonmal passieren, dass eine Straße über Meilen geht und nur ein paar Häuser entlang sind. Hier ist eine Kreuzung von zwei Straßen in manchen Kreisen über Leben und Tod entscheiden: Paradies oder Fegefeuer....

In meinem vorletzten Eintrag habe ich wohl noch nicht so sehr gewusst, was mich hier alles erwartet :) cm über cm Schnee, alles ist weiß. WIE COOL. Gut, ungünstigerweise kann es schonmal passieren, dass durch die eisige Kälte alles einfriert, auch der schöne Schnee. Seit einigen Tagen höre ich immer wieder Räder durchdrehen von Autos, die feststecken. Gestern ist mir das auch passiert.... Großer Spaß. Naja, man kommt sich schon im Dunkeln in eisiger Kälte etwas doof vor, wenn hinter einem Menschen anfangen zu hupen und einfach nichts geht. Nach einiger Zeit kam ein freundlicher Nachbar, der zu sich nach Hause die Schneeschaufel und einen Spaten geholt hatte, und hat mir geholfen hat. Besser gesagt hat noch jemand anders anschieben geholfen. Jaja, was man alles erlebt im Mittleren Westen im Winter. Aber ich muss schon sagen, dass ich das Wetter total genieße. Im Schnee Auto zu fahren ist großer Spaß. WUHU. Aber gut. Ich war gerade draußen, es sind um die 0°C. Ich habe wirklich gedacht, dass es warm total ist.

Heute ist mir aufgefallen, dass es schon der DREIUNDZWANZIGSTE ist!!! wow. Vor einiger Zeit habe ich ja gedacht, dass kaum jemand meinen blog liest. Um so mehr freue ich mich über alle, die ab und an reinschauen. Ich wünsche Euch ein super gesegnetes Weihnachtsfest mit vielen netten Menschen, gutem Essen, einigen Geschenken und vor allem Gottes Gegenwart. 

Sonntag, 21. Dezember 2008

EISkalt

Hier waren es heute unglaubliche -30° Celcius. Alter Schwede!! Das ist wirklich kalt. Der kalte Wind macht die eisigen Temperaturen wirklich schwer erträglich. Wie gut, dass wir ein Auto haben über den Winter. Ich sage es nochmal: MINUS DREISSIG GRAD. Der Wetterbericht, dass es die ganze Woche so bleiben wird.

Schnee Schnee Schnee

Seit gestern bin ich jetzt wieder Zu Hause. Der ursprüngliche Flug am Donnerstag ist ausgefallen, weil es einen sehr krassen Wintereinbruch in Chicago gab. Hier sind ca. 10 cm Schnee und heute schneit es immer noch. Ungünstigerweise werden die Seitenstraßen nicht wirklich frei geräumt.... das heißt, heute bin ich zum ersten Mal in meinem Leben über Berge von Schnee gefahren und habe mich durch viel Schnee kämpfen müssen. Willkommen in Chicago :) Ich finde es den Kracher.

Aber ich möchte noch ein paar Zeilen (und Bilder) über meine Reise in den Osten der USA loswerden. Es war eine wirklich gute Zeit und ich habe es sehr genossen (oke, das habe ich jetzt oft genug geschrieben..., deluxe). Also, zuerstmal ist Lindseys Familie der Kracher. Direkt vom ersten Tag an habe ich mich total wohlgefühlt. Ein bisschen war es schon die typische Familie mit einem netten Haus, Jugendliche, die auf die High School gehen und selbst hinfahren - beide unter 18, Katzen, und einfach all das, was zu einem richtigen amerikanischen Haushalt dazu gehört (Katzen, zwei Backöfen, ein großer silberner Kühlschrank, 1% Fettmilch - *Angst* -, cookies und Toastbrot ;) ). Die Insel auf der sie wohnen war sehr interessant, es gab viele wirklich alte (für amerikanische Verhältnisse...) Häuser, Kirchen oder Häfen. Natürlich durften entlang der Atlantikküste die großen Häuser nicht fehlen.

Am Donnerstag waren wir in Boston. Ich hatte mich schon die ganze Zeit darauf gefreut. Dort gibt es mitten durch die Stadt einen Pfad, der entlang allen Sehenswürdigkeiten führt. Lindsey und ich sind den ganzen Tag gelaufen. Eines meiner Highlights war das Grab von John Winthrop zu sehen. Er kam 1630 nach Boston und war doch Govenour. Außerdem hat er davon geträumt, dass die amerikanische Kolonie wie eine Stadt auf einem Hügel ist (Die Aussage bezieht sich auf die Metapher von Salz und Licht aus der Bergpredigt Jesu aus dem Matthäusevangelium (Mt 5,14 EU): „Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben“). Dieser britische Puritaner hat sehr das Denken seiner Zeit und besonders der Pilger bzw. amerikanischen Einwanderer geprägt. 

Jetzt werde ich müde.... dann gibt es wohl heute doch keine Bilder mehr. Nur noch eins. WIR HABEN EINEN WEIHNACHTSBAUM - wuhu! Ich freue mich so! Weiße Weihnachten, einen Weihnachtsbaum - klingt doch alles ganz cool, oder?? :)

Dienstag, 16. Dezember 2008

auf der Insel...

Guten Tag!

Vorweihnachtliche Gruese von der Ostkueste aus Rhode Island. Seit gestern bin ich bei einer Freundin, Lindsey, und ihren Eltern. Sie studiert an der Uni in Chicago und hat mich zu sich eingeladen. Was ein Geschenk!
Das Wetter in Chicago ist wirklich krass! Als wir gestern morgen sehr frueh zum Flughafen gefahren sind, war ALLES zugefroren - ein Eissturm. Bei mind minus 7 Grad Celsius ist Eiskratzen kein Spass. Athaliah hat uns zum Flughafen gefahren.
Hier ist das Wetter ganz anders. Ich wuerde sagen es waren 12 Grad als wir ankamen. Unglaublich. Lindsey wohnt auf einer Insel an der Ostkueste - wir koennen den Atlantik sehen , schon der Kracher. Ein paar Tage werde ich noch hier sein :) Es ist schon deluxe. Wir werden auch nach Boston fahren, darauf freue ich mich schon... Natuerlich ist es om Haus aus den Atlanktik sehen. Es ist schon ein Unterschied zur Stadt: Hier schliesst man sein Haus nicht ab; in Chicago ist es nicht ungewoehnlich, wenn man eine Alarmanlage hat...
In Chicago ist das Wetter wirklich sehr wechselhaft. Ich freue mich jetzt schon darauf, wenn es nicht mehr so frueh dunkel wird.
Seit einigen Wochen treffen wir uns mit den Menschen aus unserem Stadtteil, die kein ZuHause oder finanzielle Probleme haben, jeden Samstag in einem Gebaeude einer anderen Gemeinde. Seit Ende September haben wir diese Aktion: Community Connection. Letzten Samstag hatten wir zu wenig zu essen. Das ist doch ein gutes Problem, oder?
Es ist cool, zu sehen und zu erleben, wie wir Schritt fuer Schritt Freundschaften aufbauen und die Liebe Gottes teilen koennen. Ich finde es den Kracher in einer Gemeinde mit so vielen unterschiedlichen Menschen Gottesdienst zu feiern: Es ist egal, ob arm oder reich, schwarz oder weiss, mit Dr. Titel oder ohne, wir haben Jesus als unsere Mitte. Ich sage nicht, dass es keine Herausforderungen gibt. Aber es gibt Momente, in denen mir bewusst wird wie wieviel Wert wir darauf legen und es auch in Wirklichkeit umsetzen koennen, das ist so kostbar und ist fuer mich Gottes Reich hier auf Erden! yeah!
Bis ganz bald - wow, waere ich in Chicago, haette ich heute das 16. Tuerchen aufgemacht - das Jahr ist VORBEI! alta schwede!

Ich finde es immer noch den Kracher!!! Was ein Geschenk hier zu sein! Jesus rocks!

Montag, 8. Dezember 2008

Chicago im Winter

Seit einer Woche ist es nun mehr oder weniger weiß (bis dunkelweiß...) hier im Süden Chicagos. Ich  wusste ja vorher schon, dass es etwas kälter werden würde. Letzte Woche war es teilweise minus 10°C. Aber mit der richtigen Kleidung ist es kein Problem - außer das Gesicht, das wird wirklich kalt. Das heißt aber auch, dass es mit großer Wahrscheinlichkeit weiße Weihnachten gibt - juhu!! Wie lange gab es das schon nicht mehr. Der harte Winter ist aber besonders krass für alle, die kein ZuHause haben. Letzte Woche habe ich einen Mann, der auch schon ein paar Mal im Park war, ins Krankenhaus gefahren, weil er sein Zeh eingefroren war (!). Allein ihn beim Versuch zu gehen, anzusehen, war kein Spaß. Was für Schmerzen er gehabt haben muss. Aber es gibt hier zwei Krankenhäuser für Menschen, die keine Krankenversicherung haben, wo man Medikamente zu sehr vergünstigten Preisen kaufen kann. Es geht ihm besser, aber er hat immer noch Schmerzen... schon krass.

Nächste Woche fliege ich für ein paar Tage nach Rhode Island, an die Ostküste. Ich freue mich schon sehr. Ich werde auf alle Fälle nach Boston fahren. Ich bin sehr gespannt. Im Mai war ich für ein paar Tage im Süden der USA, in Mississippi. Die Mentalität war total anders als hier. Von  daher bin ich sehr gespannt, wie die Menschen im ältesten besiedelten Teil der USA so drauf sind ;) Ich bin jedenfalls MEGA dankbar, dass ich dort hin fliegen kann!

Letzten Samstag haben wir in meiner Wohnung eine Weihnachts-Bastel-Party gehabt. Ich habe diese Party natürlich nicht organisiert- ich bin ja nicht sehr für mein Interesse (und Talent) in der Bastelei bekannt. Unter anderem haben wir Kränze gemacht - ich muss ja gesehen, so langweilig war es ja gar nicht ;)

Montag, 1. Dezember 2008

Der erste Schnee

Letzte Nacht hat es zum ersten Mal geschneit - juhu. Ich hatte es im Internet gelesen, aber richtig gemerkt habe ich es als ich heute Morgen um halb 6 geweckt wurde als in meinem Innenhof Schnee geschübbt wurde (es gibt wahrscheinlich auch ein Wort, das im Hochdeutsch das beschreibt...). Jedenfalls war ALLES weiß und ich habe es genossen einfach Bäume anzuschauen, die so schön weiß sind. Übrigens, der aufgeweckte Leser wird sich bestimmt fragen, ob ich denn auch die richtigen Schuhe habe... Fast. Athaliah hat mich schon im Sommer darauf vorbereitet, dass man 3 verschiedene paar Schuhe/Stiefel braucht: welche für den Regen, welche für die Kälte und welche für den Schnee. Die ersten zwei habe ich bereits - heute habe ich mir Schuhe von meiner meistbesten Mitbewohnerin geliehen. Leider habe ich seit längerem und ganz besonders seit dem letzten Wochenende doofe Rückenschmerzen. Ich hoffe, sie gehen bald vorbei, sonst läßt sich der Arztbesuch nicht vermeiden. Habe mich schon öfters mit Marion, sie ist ja Ärztin unterhalten. 

Heute in zwei Wochen werde ich für ein paar Tage an die Ostküste fahren. JUHU. Mich eine Freundin, Lindsay, zu sich nach Hause nach Rhode Island eingeladen. Endlich sehe ich auch die ältesten Staaten Nordamerikas :) Vielleicht fahre ich ja nach Boston, das wäre deluxe!! Ich bin sehr gespannt zu erleben wie die Menschen dort sind. Wie in Deutschland hat jeder Bundesstaat bzw. Region Eigenarten und kulturelle Besonderheiten. Ich freue mich.

Herzliche Grüße!