Freitag, 20. März 2009

Die Zeit rast.... am 1. 4 bin ich wieder in Deutschland. Unglaublich. Noch anderthalb Wochen. Heute hat offiziell der Frühling angefangen - bei 5°C und Sonne scheint es ja fast wahr zu sein. 

In meinen letzten Wochen hier treffe ich mich noch mit vielen Leuten und genieße die Zeit hier. Kommenden Donnerstag haben wir eine kleine Feier im shelter. Freue mich schon darauf. Man kann es sich schwer vorstellen, wenn man nicht selbst hier ist und sieht wie es zu geht in einer Großstadt mit Menschen, die oftmals nicht nur finanzielle Probleme haben und obdachlos werden... Die Frauen in dem shelter, in dem ich in den letzten 12 Monaten gearbeitet haben, sind auf Entzug, Alkoholismus war für jede Frau dort ein Problem, meistens aber waren es auch andere Drogen. Manchmal, wenn ich sehe wie Kinder auf bestimmte Situationen (oder Disziplin inform von Regeln) reagieren, wird mir bewusst wie sehr sie unter der Situation leiden. Öfters habe ich gedacht, dass es keinen großen Unterschied macht, ob ich da bin oder nicht. Das sehe ich jetzt anders. Jede Aufmerksamkeit, jede Art Liebe zu schenken macht einen Unterschied. 

Im Moment kann ich mir gar nicht vorstellen, in einer anderen Welt zu leben... aber in wenigen Tagen sieht mein Alltag dann wieder ganz anders aus. Herzliche Grüße, Ilona

Sonntag, 8. März 2009

Chicagos Wetter und seine Herausforderungen....

Ich weiß nicht, ob ich jemals von den Zuständen von den Straßen Chicagos geschrieben habe.... es ist UNGLAUBLICH! Zunächst einmal muss ich über das Wetter sagen, dass es sich innerhalb fünf Minuten total verändern kann. Zum Beispiel vor drei Tagen: wolkenloser Himmel, Sonnenschein pur, 10min später: Monsunregen, man denkt, es schüttet in Eimern für 20min. Keine Seltenheit. So wechseln auch öfters Temperaturen innerhalb Minuten, Tagen. Letzte Woche war es so angenehme -5°, am nächsten Tag +20°. Unglaublich. Zudem kommt extreme Hitze (und Schwüle!) im Sommer, und extreme Kälte (mit und ohne Schnee, viel Schnee!) im Winter. Das Kälteste was es hier diesen Winter war, war sage und schreibe -37°C. Kein Spaß, aber mit den richtigen Klamotten, Fleecemütze, dickem Schal, den man bis zu Nase zieht, und Handschuhen geht es. Also, die Straßenverhältnisse... Durch die extreme Hitze im Sommer und die extreme Kälte im Winter gibt es schon mal RIESIGE Schlaglöcher, manchmal sind sie auch nur klein und tief. Das ist keine Ausnahme, sondern die Regel - unglaublich! Ich musste ein Foto machen von diesem Auto, ich dachte zuerst es hat einen platten Reifen, aber als ich näher rangegangen war.... ungünstig. Als ich heute am selben Platz war, war das Auto weg, irgednwie muss es dann wohl rausgekommen sein...



Seit zwei Tagen regnet es wie gesagt in Strömen.... Es gibt hier schon ein Kanalsystem, aber es ist wirklich nicht effektiv.... RIESENpfützen sind leider auch keine Seltenheit (manchmal wenn man im Auto sitzt und durch eine Pfütze fährt, kann man wirklich Leute von oben bis unten supernaß spritzen, ohne es zu wollen). Ich würde sagen, jede Jahreszeit und jedes Wetter stellt besondere Anforderungen an die Verkehrsteilnehmer...

bis zum nächsten Mal!